Führende europäische Hersteller von technischen Dämmstoffen aus Schaumkunststoffen haben sich jetzt in der Interessengemeinschaft CEFEP (European FEF and PEF Interest Group) zusammengeschlossen. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Hersteller Gütebedingungen für Elastomer- und Polyethylen-Dämmstoffe verabschiedet und das RAL Gütezeichen FEF/PEF eingeführt. Die Interessengemeinschaft vertritt die Branche in wichtigen europäischen und nationalen Gremien und möchte Anwendern eine sichere Orientierung bei Auswahl und Einsatz der Produkte bieten.
Neun führende Hersteller von Dämmstoffen aus Schaumkunststoffen, die Fir-men Aeroflex, Armacell, Firo, Kaimann, L’Isolante K-flex, NMC, Steinbacher Dämmstoffe, Thermaflex und Union Foam haben Mitte Januar die europäische Interessengemeinschaft FEF/PEF (kurz CEFEP) unter dem Dach der Güteschutzgemeinschaft Hartschaum gegründet. Die Gruppe vertritt die über-wiegende Mehrheit der europäischen Hersteller von Elastomer- und Polyethylen-Produkten für die technische Isolierung. Zum Obmann wurde Georg Eleftheriadis (Armacell) gewählt, der zunächst auch als Obmann des CEN/TC 88, WG10 TG FEF und PEF fungiert.
Einführung des RAL-Gütezeichens
Um Anwendern bei der Planung, beim Handel und der Verarbeitung ihrer Pro-dukte eine sichere Orientierung zu bieten, haben die Hersteller bereits Anfang 2011 gemeinsame Gütebedingungen für FEF- und PEF-Dämmstoffe verabschiedet. Sichtbarer Ausdruck der Übereinstimmung mit dem Güte- und Überwachungssystem ist das RAL Gütezeichen FEF/PEF, das die Güteschutzgemeinschaft im vergangenen März eingeführt hat. Die Vergabe des RAL Gütezeichens ist an eine strenge Überwachung der Güte- und Prüfbestimmungen gebunden. Mit der Selbstverpflichtung, die Qualität ihrer Produkte kontinuierlich und unabhängig nach den Statuten des RAL zu überwachen, bekennt sich die Interessengemeinschaft zur Gütesicherung ihrer Produkte. Sie schafft Standards, die über die Mindestanforderungen der europäischen Normenwerke hinausgehen und vermeidet eine Komplexitätserhöhung im europäischen Binnenmarkt durch weitgehenden Verzicht auf freiwillige nationale Zulassungen und Prüfzeugnisse. Das schafft eine höhere Transparenz und Sicherheit für alle Branchenteilnehmer. Gleichzeitig halten die Mitglieder der Interessengemeinschaft selbstverständlich an einem differenzierten Leistungsspektrum ihrer Produkte und eigenen Marketingstrategien fest. Einfacher soll auch der direkte Vergleich der angebotenen Dämmstoffe werden. Unter Berücksichtigung der Vorgaben der CE-Kennzeichnungsregeln strebt die CEFEP eine einheitliche Darstellung der „Product designation codes“ an. Die Bezeichnungsschlüssel geben Auskunft über wichtige Produkteigenschaften, wie beispielsweise über das Brandverhalten und den Wasserdampfdiffusionswiderstand.
Europäisches Sprachrohr der Branche
Darüber hinaus vertritt CEFEP die gemeinsamen Interessen der Branche in eu-ropäischen und nationalen Gremien. Derzeit steht beispielsweise die Überar-beitung der europäischen Normen für „Wärmedämmstoffe für die technische Gebäudeausrüstung und für betriebstechnische Anlagen in der Industrie“ auf der Agenda. Die Interessengemeinschaft wird sich dafür einsetzen, dass sich akzeptierte Umweltstandards in den Normen widerspiegeln und für eine Über-arbeitung der Nomenklatur – insbesondere die Bedeutung der technischen Eigenschaften einzelner Produktgruppen – plädieren. CEFEP wird auch verstärkt Kontakte zu externen Fachleuten aufbauen, die eingeladen sind an den Themen mitzuarbeiten.
Februar 2012